Entwicklung der Band

Von 1992 bis 2014 machte die Frankfurter Band Harmful Musik, die dem Noise-Rock zugeordnet werden kann. Es begann mit ersten Demo-Aufnahmen und kleinen, lokalen Konzerten. Im Jahre 1995 kam es zu einem Vertrag mit dem Independent-Label BluNoise und zur Produktion des Debüts mit Guido Lucas. Danach erfolgte die erste Deutschlandtour.

1997 tourte die Band durch Frankreich und produzierte das zweite Album Apoplexy.136. In den darauf folgenden Jahren spielte die Band oft in Vorprogrammen anderer bekannterer Bands.

1999 wurde Vertrag mit dem Major-Label EMI gemacht und das dritte Album Counterbalance gemeinsam mit Dave Sardy aufgenommen. EMI missfielen diese Aufnahmen offenbar so sehr, dass sich das Label sogleich wieder von der Band trennte.

2001 veröffentlichte dann BMG Ariola das vierte Album Wromantic. Auch mit diesem Label entbrannte keine lange Liebesbeziehung, sodass das fünfte Album Sanguine mit SPV produziert wurde, und 2005 wurde Sis Masis durch Noisolution veröffentlicht.

Das siebte Harmful-Album erschien im Februar 2007 unter dem bezeichnenden kurzen Namen 7, produziert von Billy Gould, dem ehemaligen Bassisten von Faith No More. 2009 kam es zu einer Reunion-Show von Faith No More, bei der Harmful als Supportband gebucht war.

Das folgende Harmful-Album Cause wurde 2010 mithilfe von PIAS veröffentlicht. Ebenfalls via PIAS und dem Produzenten Moses Schneider erschien 2013 das Album Sick and Tired of Being Sick and Tired. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Drummer Nico Heimann die Band bereits verlassen.

Wieder in Originalbesetzung ging die Band Harmful im März 2014 in Deutschland auf Abschiedstournee. Ihr letzter Auftritt im Frankfurter Zoom am 16. März wurde als Live-Album Vault mitgeschnitten.

Weitere Projekte

Chris Aidonopoulos und Aren Emirze spielten bis 2001 auch in der Band Rinderwahnsinn. Im Jahre 2006 veröffentlichte der Armenier Emirze sein Soloalbum A Gentle Kind of Disaster unter Emirsian. 2008 folgte Yelq, im gleichen Jahr war Emirze auch im Band-Projekt Angst vor Clowns aktiv, das Doppelalbum Accidentally in Between dann in 2011. Im Mai 2021 erschien Emirsians Album Lezoon.

In eigenen Worten

Ende 2013 schreiben die Bandmitglieder Aren, Chris und Nico auf ihrer Webseite, dass sie sehr wohl wussten, dass sie nicht über das nötige „Backing“ verfügten, um ein größeres Publikum zu erreichen. Das mag auch an ihrer Art von Musik gelegen haben. Vor allem haben sie sich stets in erster Linie als Live-Band gesehen.

Zur Erinnerung: Die letzte Farewell Tour durch Deutschland im März 2014 unter Originalbesetzung hatte die folgenden Stationen:

  • März: Hafenklang in Hamburg
  • März: Dr. K in Schwerin
  • März: FZW in Dortmund
  • März: Magnet in Berlin
  • März: Underground in Köln
  • März: Werk 2 in Leipzig
  • März: Museumskeller in Erfurt
  • März: Backstage Club in München
  • März: Zwölfzehn in Stuttgart
  • März: Zoom in Frankfurt

Dieser Beitrag wurde am 22.06.2022 erstellt.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.